Am Pfingstsonntag fanden auf der DEKRA-Teststrecke des Eurospeedway Lausitz die deutschen Langstrecken-Meisterschaften der Inline Speedskater statt. Die Farben des ISC Regensburg wurden von Christian Kraus und Raimund Scheuerer vertreten. Entgegen der üblichen Startpraxis wurden die Altersklassen getrennt durch fünf Meter Abstand mit einem Startschuss auf die Reise geschickt.

Sofort nach dem Start wurde ein Höllentempo angeschlagen. Im Abstand von wenigen Sekunden wurde von den stärksten deutschen Speedskatern attackiert. Christian Kraus fuhr sehr aufmerksam und war immer ganz vorne zu finden. Die Halbmarathonmarke wurde bereits nach 35 Minuten passiert. Bis ca. 30 km konnte auch Raimund Scheuerer in der ungefähr 30 Mann starken Spitzengruppe mitfahren. Bei einem neuerlichen Vorstoß von Christian Kraus bildete sich eine 12-köpfige Spitzengruppe, die in einer Zeit von 1 Std. 11 Min. an der Marathonmarkierung vorbei rollte. Ca. 40 Sekunden später fuhr Raimund Scheuerer in der Verfolgergruppe.

Nach ca. 43 Km schaffte es der Vorjahresgesamtsieger Pascal Ramali sich von der Spitzengruppe zu lösen. Trotz des nach wie vor hohen Tempos konnte Pascal Ramali seinen Vorsprung bis ins Ziel bringen. Direkt dahinter bahnte sich aber eine kleine Sensation an. Der wie ein Moped fahrende Christian Kraus verkleinerte durch mehrere Vorstöße die Verfolgergruppe, in der unter anderem solche Spitzenskater wie Toni Deubner waren, auf sechs Personen. Der in der Altersklasse über 45 startende Kraus hatte zu diesem Zeitpunkt seine durchaus starken AK-Rivalen Jörg Wecke und Dirk Hupe bereits abgeschüttelt. Ungläubiges Staunen erfasste die Zuschauer als die deutsche Langstreckenelite dem AK 45 Skater Kraus nicht mehr folgen konnte und der ISC-Skater alleine mit deutlichem Abstand als zweiter des gesamten Feldes dem Ziel zu strebte.

Raimund Scheuerer wurde ca. bei Km 60 in aussichtsreicher Position in einen Sturz verwickelt und musste verletzt das Rennen beenden. Drei Km vor dem Zielstrich schaffte es die versammelte deutsche Skaterelite dann doch noch Christian Kraus einzuholen. In einem extrem schnellen Zielsprint schaffte es Kraus hinter dem Sieger Pascal Ramali und Toni Deubner einen überragenden dritten Gesamtplatz zu erreichen. Dieses Ergebnis stellt den ganz nebenbei errungenen Titel des deutschen Meisters der AK 45 noch in den Schatten.

Herzlichen Glückwunsch, Christian, das war ganz großer Sport.

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